Geschichte

Vor 15 Jahren rief Ulrike Schoenherr mit tatkräftiger Unterstützung von Verwandten und Freunden Eco-textiles ins Leben. Sie kam aus der staatlichen Entwicklungshilfe und kannte Südasien. Intention war es, naturgefärbte, biologische Textilien in Indien zu produzieren und in Deutschland zu vermarkten. Die handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten vieler Frauen und Männer in Indien sollten in Produkte münden, die denjenigen, die sie fertigen ein gutes Leben verschaffen - und den Käufern in Europa ein gesundes und schönes Produkt. Die negativen Auswirkungen der Chemieindustrie auf die Landwirtschaft kannte sie aus eigener Erfahrung, daher sollte auch der Anbau der Baumwolle und Seide biologisch sein.

Die Naturfärberei war in Indien gerade noch lebendig und die erste, als kbA zertifizierte Baumwolle wurde angebaut. Sie kaufte sie direkt von den Bauern. Die Rohbaumwolle wurde versponnen, verwoben und in der eigenen Naturfärberei in Indore (MP) gefärbt.  Eine deutsche Designerin entwickelte die Kollektionen vor Ort  und überwachte die Produktion. Die Kunden mochten diese Produkte und Eco-textiles kam bei vielen Anbietern ökologischer Textilien gut ins Geschäft.

Leider ist die Farbpalette der Naturfarben schmal, vor allem auf Baumwolle, und die Produktion verschiedener Stoffe für eine kleine Firma nicht möglich. Die Ansprüche der Kunden an Naturtextilien wurden jedoch größer und der Betrieb in Indien musste aufgegeben werden.

Der Laden in Frankfurt blieb und wuchs, und es entwickelte sich mit Hilfe guter Geschäftsfreunde auch wieder der Großhandel.